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Wie du die Kontrolle über deine Emotionen bewahren kannst

Emotionen

Emotionen machen unser Leben abwechslungsreich, interessant und schön. Sie können uns aber auch in die tiefsten Tiefen unseres Bewusstseins bringen. Manche Menschen nehmen Emotionen intensiver wahr als andere.

Ich fühle zum Beispiel oft viele verschiedene Emotionen gleichzeitig und das sehr intensiv, wodurch ich häufig in Anspannungs- und Überforderungssituationen komme, mit denen ich lange gar nicht umgehen konnte. Ich habe mich selbst verletzt, um die Emotionen zu betäuben und hatte regelmäßig emotionale Zusammenbrüche. Diese äußerten sich durch Hyperventilieren, Dissoziationen und Weinkrämpfe.

Meine Emotionalität und Hochsensibilität zu akzeptieren fällt mir nach wie vor sehr schwer. Aber ich lerne immer mehr, dass es okay ist zu fühlen und dass es neben all dem Schmerz, den es in mir auslöst, auch seine positiven Seiten hat.

 

Wir müssen lernen, Gefühle zuzulassen

Wir können nichts für unsere Gefühle und müssen uns dafür auch nicht entschuldigen. Aber Emotionen brauchen ein Ventil. Wenn wir sie nur herunterschlucken, stauen sie sich auf, bis wir irgendwann explodieren und einen emotionalen Zusammenbruch haben (der sich bei jedem Menschen unterschiedlich äußern kann).

Wir neigen dazu Emotionen zu verdrängen, denn die Gesellschaft will nicht, dass man Gefühle zeigt. Also verstecken wir uns häufig hinter einer Maske. Wir haben unterschiedliche Strategien entwickelt unseren Emotionen aus dem Weg zu gehen und sie nicht fühlen zu müssen. Auf Dauer tut uns das aber nicht gut.

 

Deine Gedanken und Emotionen sind nicht falsch

Ich weiß nicht, wie es dir geht. Aber egal was du fühlst: es ist okay! Gefühle sind niemals gut oder schlecht, sie sind da und sie haben ihre Berechtigung, auch wenn sie sich nicht immer gut anfühlen. Es ist auch okay, wenn du keine Ahnung hast, was du fühlst oder ob du überhaupt was fühlst.

Vielleicht kommt dir das alles ja bekannt vor, vielleicht fühlst du auch sehr viel und sehr intensiv, vielleicht kennst du auch diese innere Anspannung und hast keine Ahnung wie du mit ihr und deinen aufgestauten Emotionen umgehen kannst.

 

Du kannst die Kontrolle über deine Gefühle übernehmen

Ich habe angefangen mich sehr stark mit Gefühlen und meinem Bewusstsein dafür auseinanderzusetzen. Außerdem habe ich mir eine so genannte Skillsliste geschrieben, mit Dingen, die mir helfen mit dieser inneren Anspannung umzugehen, sie abzubauen ohne mich zu schneiden oder zusammenzubrechen.

Mögliche Skills gegen Anspannung:

  • Spaziergänge, frische Luft
  • Freunde treffen, Pläne schmieden, Abenteuer planen
  • Musik machen, Musik hören
  • kreativ sein: malen, scrapbooking, zeichnen, schreiben
  • ein warmes Bad nehmen, Kerzenschein
  • lesen, Film/Serie schauen
  • weinen, seine Gefühle rauslassen
  • Musik laut aufdrehen und eine Runde durch das Zimmer tanzen
  • Yoga, Workout-Session, Sport, Bewegung
  • Tigerbalsam und tief durchatmen
  • lass dich umarmen und festhalten
  • von 100 rückwärts runterzählen, Atemübungen
  • bewusst die angespannten Muskeln entspannen
  • Chilischote, etwas anderes Scharfes essen

 

Trau dich zu reden

Was ich auch wichtig finde: sprich mit jemandem über deine Gefühle. Natürlich ist es gut, dass wir in der Öffentlichkeit unsere Emotionen weitestgehend unter Kontrolle haben und in unserem Job, in der Schule, beim Einkaufen und so weiter nicht bei jeder Kleinigkeit in Tränen ausbrechen. Das soll nicht das Ziel sein. Aber es sollte Momente in unserem Leben geben, in denen wir unsere Masken ablegen und unseren Emotionen freien Lauf lassen können. Es kann sehr befreiend sein, einfach mal in seinem Bett zu liegen und hemmungslos zu weinen. Manchmal müssen wir aber auch die Möglichkeit haben mit jemandem über das zu sprechen, was uns beschäftigt und was uns berührt.

Emotionen sind niemals gut oder schlecht, sie sind da und sie haben ihre Berechtigung, auch wenn sie sich nicht immer gut anfühlen. Wir dürfen lernen Gefühle nicht mehr zu bewerten, denn wenn wir aufhören ihnen einen Wert zu geben, haben sie nicht mehr so eine große Macht über uns.

 

 

 

 


Wenn du gerade selbst mit Angst, Depressionen oder anderen psychischen Herausforderungen kämpfst, haben wir hier für dich die ersten Hilfemöglichkeiten aufgeschrieben und auch einen Brief an dich geschrieben. DU kannst auch andere ermutigen, erzähle Deine Geschichte! Wir freuen uns auch riesig über deine Nachricht oder deinen Kommentar! Wenn dir der Blog gefallen hat, kannst du ihn natürlich gerne liken, teilen und uns auf Facebook und Instagram folgen @theoceaninyourmind.

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