Blog

5 Tipps, wie Beziehung trotz Selbstablehnung funktionieren kann

Ich kämpfe immer wieder mit Selbstablehnung, depressiven Phasen und dem Verlangen danach, mich selbst zu verletzen. Das sind Dinge, die mir in meiner Beziehung zu meiner Frau nicht unbedingt immer helfen. Darum habe ich fünf Tipps aufgeschrieben, wie Beziehung trotz Selbstablehnung funktionieren kann. Diese Tipps gebe ich nicht nur dir, sondern auch mir selbst, weil ich immer wieder vergesse danach zu leben. Aber auch das ist ok.

 

Du darfst Liebe annehmen

Ich denke oft, dass ich nicht gut genug bin. Das denke ich in so gut wie allen Bereichen meines Lebens. Ich weiß, dass das nicht stimmt, ich bin eigentlich völlig in Ordnung und mache viele Dinge gut. Trotzdem fällt es mir schwer zu akzeptieren, dass mich andere so mögen, wie ich aktuell bin. Du darfst aufhören Dinge zu denken, wie: „Die andere Person liebt mich, weil sie weiß, wie hart ich daran arbeite mich zu verändern.“ Du darfst akzeptieren, dass du geliebt bist, so wie du jetzt gerade bist. Du darfst dich geliebt fühlen und den Drang, alles besser machen zu wollen, auch mal beiseite lassen.

 

Rede, rede, rede

Der einfachste und schwierigste Punkt für mich. Ich weiß, wie wichtig es ist in einer Beziehung miteinander zu sprechen und doch fällt mir die Offenheit über meine Probleme zu reden immer sehr schwer. Du darfst erzählen, wenn du diese Woche wieder an Suizid denken musstest. Du darfst erzählen, wenn du dich selbst verletzt hast. Du darfst erzählen, wenn du eine Panikattacke hattest. Hör nicht auf zu erzählen, wie es dir geht, was du fühlst und was du erlebst. Selbst wenn es gerade nichts Schönes gibt, über das du reden kannst. Erzähle was los ist und wie es dir geht. Erzähl, was du brauchst. Sag, wenn du es nicht schaffst, Gedanken alleine zu durchdenken. Sag, wenn du Hilfe brauchst und welche Hilfe das sein kann. Sag, wenn du Zeit für dich brauchst.

 

Du bist verantwortlich

Ich bin verantwortlich für mich selbst. Ich kann meine Frau nicht für mich verantwortlich machen. Selbst wenn sie ihr Bestes gibt, mich ermutigt, aufheitert, tröstet und mir alle Liebe der Welt gibt. Am Ende des Tages entscheide ich, was ich denke und wie ich handle. Du kannst dich entscheiden, positiver zu denken. Du kannst dich entscheiden, dir selbst etwas Gutes zu tun. Du kannst dich entscheiden, dich um dich zu kümmern. Nur du bist verantwortlich für dein Leben.

 

Wir tragen einander, aber nie alleine

Ich habe oft das Gefühl, dass meine Frau viel öfter für mich da ist, als ich für sie. Vermutlich ist das manchmal auch einfach so. Aber das ist ok. Wir tragen einander. Manchmal werde ich ihr helfen können, sie ermutigen und trösten. Und an manchen Tagen kann ich das nicht und sie wird mich ermutigen und für mich da sein. Auch wenn es da ein Ungleichgewicht gibt, das ist ok. Aber wir tragen große Probleme niemals alleine. Für uns sind unsere gemeinsamen Freunde eine riesige Hilfe, sowie meine Therapie. Für euch können das Freunde und Familie sein, eine Therapie, vielleicht eine Paarberatung oder eine Seelsorge.

 

Bleib dankbar

Mir passiert es immer schnell, dass ich von der Selbstablehnung ins Selbstmitleid rutsche. Da komme ich schon mal zu dem Gedanken, dass ich so arm dran bin, dass meine Frau mir helfen muss. Aber sind wir ehrlich, meine Frau muss erstmal gar nichts. Es kann Tage geben, an denen du völlig handlungsunfähig bist. Es kann Wochen geben, in denen du deine Liebe nur schwer zeigen kannst. Aber bleib dankbar. Auch wenn du vielleicht grade nicht die Art von Hilfe bekommst, die du gerne hättest. Bleib dankbar dafür, eine Person an deiner Seite zu haben, die dich liebt. Und sobald du es wieder kannst, probiere diese Dankbarkeit und Liebe zu zeigen.

 

 


Wenn du gerade selbst mit Angst, Depressionen oder anderen psychischen Herausforderungen kämpfst, haben wir hier für dich die ersten Hilfemöglichkeiten aufgeschrieben und auch einen Brief an dich geschrieben. DU kannst auch andere ermutigen, erzähle Deine Geschichte! Wir freuen uns auch riesig über deine Nachricht oder deinen Kommentar! Wenn dir der Blog gefallen hat, kannst du ihn natürlich gerne liken, teilen und uns auf Facebook und Instagram folgen @theoceaninyourmind.

Kommentar verfassen