Deine Geschichte

Melanies Geschichte

Alles fing letztes Jahr an. Ich habe einen Jungen kennengelernt, wir haben uns sofort verstanden und er ist mir ziemlich ans Herz gewachsen. Nach einiger Zeit fing er plötzlich an, mich zu ignorieren. Ich fragte ihn, ob ich etwas falsch gemacht hätte, daraufhin blockierte er mich. Ich musste an ihn denken, egal was ich tat, er war 24/7 mein einziger Gedanke. Ich gab mir die Schuld, dass wir keinen Kontakt mehr hatten. Irgendwann konnte ich die Schuldgefühle nicht mehr aushalten und ging am Abend zu den Bahngleisen in meinem Dorf. Ich wartete auf den Zug.

Ritzen wurde zu meiner Sucht

Kurz bevor der Zug kam, wurde mir bewusst, dass ich das nicht tun sollte. Der Zug fuhr an mir vorbei und ich ging heim. Ich fing an über mein Leben nachzudenken und fühlte mich immer wertloser. Ich habe depressive Instagramseiten abonniert. Ich bin mit Leuten in Kontakt getreten, denen es genauso geht. Ich konnte mit ihnen über alles reden.

Ich sah, dass manche Menschen sich durch Ritzen ihren Schmerz für ein paar Sekunden nehmen konnten. Irgendwann nahm ich meinen Rasierer und legte ihn an meine Haut. Ich streifte mir mit dem Rasierer über dir Haut. Das war der Anfang einer Sucht. Erst war es nur ein Schnitt, dann zwei und dann drei.. Das ging so lange weiter bis meine Arme und Beine voll mit Verletzungen waren. Ich verarbeitete so meinen Schmerz. Ich verabscheute mich so dermaßen. Ich fing an zu Hungern. Ich fing an die Schule zu schwänzen. Ich hasste meinen Körper und das schlimmste war, ich hasste mich.

Ich will das Leben positiv sehen

Meine Freunde haben mich aufgemuntert. Sie haben mir gezeigt, dass das Leben manchmal hart sein kann, aber dass das manchmal dazu gehört. Mir wurde klar, dass mich das ganze nicht weiterbringt. Meine Lebenseinstellung, meine negativen Gedanken. Ich bin froh im hier und jetzt zu sein und ehrlich gesagt freue ich mich aber auch schon auf die Zukunft! Egal wie schlimm das Leben ist. Es wird alles wieder gut.

Es wird immer Menschen geben die mich lieben und wenn es niemanden gibt, dann scheiß ich drauf. Der einzige Mensch, den ich brauche bin ich selbst. Ich will immer alles positiv sehen und nie wieder alles in mich reinfressen. Es gibt viele Menschen die für mich da waren und da sind und dafür will ich immer dankbar sein, denn ohne meine Freunde hätte ich das niemals geschafft.

Was ich Dir sagen möchte

Immer schön positiv denken, sonst wird das nichts. Ihr seid schön so wie ihr seid. Verändert euch nicht nur um anderen zu gefallen. Tut euch selber einen Gefallen und gebt euch nicht auf! Es gibt tausend Menschen die mit euch darüber reden können bzw. wollen. Redet, bevor es zu spät ist!

 

 

 

Wenn dir der Blog gefallen hat, kannst du ihn natürlich gerne teilen oder uns auf Facebook und Instagram folgen @theoceaninyourmind. DU kannst auch andere ermutigen, erzähle Deine Geschichte! Wir freuen uns auch riesig über deine Nachricht oder deinen Kommentar!

Kommentar verfassen