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Wie Verantwortung mich in der Spur hält

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Zwischen den Jahren hatte ich einige Tage frei. Im Prinzip war ich einfach nur verwirrt welcher Wochentag gerade ist, die Wohnung war das reinste Chaos und ich kam nicht aus dem Bett. Ich würde gerne sagen, dass das nur zwischen den Jahren so wäre, aber leider ist das auch sonst oft so. Vermutlich kennst du das auch, Tage an denen du irgendwie allem ausweichen willst. Vielleicht kennst du auch wenn all deine Gedanken sich zu etwas Negativem hinziehen.

Verantwortung kann den Fokus in eine andere Richtung lenken

Die Gedanken, die sich einfach nur um Angst, Selbstabwertung und Hoffnungslosigkeit drehen, sind es eigentlich nicht wert, sich weiter mit ihnen zu beschäftigen. Es ist gut, sich mit seinen Ängsten auseinander zu setzen und sich um sich selbst zu kümmern, mit all den Gedanken die das eben beinhaltet. An vielen Tagen aber setze ich mich gar nicht damit auseinander, sondern lasse mich wirklich in diese Kreisläufe reinfallen und denke immer mehr und ausschließlich über das Negative nach.

Für mich ist Verantwortung oft etwas, das mir hilft aus diesen negativen Gedanken rauszukommen. Es ist cool eine Aufgabe zu haben, ein Projekt über das ich nachdenken kann. Ich kann träumen über die Zukunft. Ideen entwickeln, wie ich die Dinge, für die ich zuständig bin besser machen kann oder Vision entwickeln, wie die Zukunft von beispielsweise meinem Verein aussehen könnte.

Das Wissen, das es Dinge gibt, für die ich zuständig bin und Träume die ich noch verwirklichen will, ist oft das einzige was mich rausreisst. Ich kann mich auf etwas Positives konzentrieren und habe etwas worum ich mich kümmern kann. Grade dieses „Ich werde gebraucht und habe eine Aufgabe“ ist oft der Gedanke, der mich aus dem Strudel rauszieht.

Der Schlüssel ist, eine Aufgabe zu finden, die Dich erfüllt

Es kann gut sein, dass du schon auf der Arbeit Verantwortung hast und es dadurch eher einen negativen Beigeschmack für dich hat, weil du es mit Stress assozierst. Einen großen Unterschied macht Verantwortung wenn sie mit einer Vision verknüpft ist, die du teilst oder einem größeren Sinn. Vielleicht gibt es in deiner Nähe eine Initiative, eine Kirche oder einen Verein, den du sympathisch findest. Die meisten dieser Institutionen funktionieren vor allem durch ehrenamtliches Engagement und freuen sich über jede Hilfe. Du kannst fragen wo du gebraucht wirst, oder sagen was dir Spaß macht. Wenn du keine Ahnung hast, wo du gucken solltest kannst du mal nach einem Freiwilligenzentrum in deiner Nähe googlen.

Ich glaube der Schlüssel, wie du aus Verantwortung im Ehrenamt einen Gewinn ziehen kannst, liegt darin, dass du dort lernen kannst deine Kapazitäten zu kommunizieren. Durch die Freiwilligkeit kannst du mit niedrigerem Druck und stärker an deinen Talenten orientiert mithelfen, als du es vielleicht von anderswo kennst.

Wir können etwas verändern, wenn wir unsere Ressourcen einsetzen

Um ganz klar zu sein, es kann sein das du dich in einer Phase befindest in der eine weitere Verantwortung als dein ganz normaler Alltag einfach zu viel wäre. Vielleicht ist das Einzige das du grade tun kannst, dir so viel Zeit wie möglich für dich selbst zu nehmen. Aber vielleicht ist grade eine Zeit in der du mal ausprobieren kannst, ob etwas mehr Verantwortung an der richtigen Stelle dir nicht vielleicht ein bisschen hilft in die richtige Richtung zu gehen. Denn manchmal hilft es, den Blick von sich selbst abzuwenden und sich etwas anderem zu widmen.

Ich glaube wir können etwas verändern, wenn wir uns als Betroffene von psychischen Krankheiten ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen oder zeigen, dass wir Verantwortung übernehmen können. Wir können es normaler machen über psychische Krankheiten zu reden, üben unsere Ressourcen einzuschätzen und zu kommunizieren. Wir haben etwas zu geben, was andere nicht geben können. Wir haben die Möglichkeit, andere zu sensibilisieren und aufmerksam auf ihre Mitmenschen zu machen. Nutze deine Chance und sieh, wie du etwas bewegen kannst.


Wenn du gerade selbst mit Angst, Depressionen oder anderen psychischen Herausforderungen kämpfst, haben wir hier einen Brief an dich geschrieben. DU kannst auch andere ermutigen, erzähle Deine Geschichte! Wir freuen uns auch riesig über deine Nachricht oder deinen Kommentar! Wenn dir der Blog gefallen hat, kannst du ihn natürlich gerne liken, teilen und uns auf Facebook und Instagram folgen @theoceaninyourmind.

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