Wünscht du dir auch manchmal du könntest sagen: “Ich habe aus meinen Fehlern gelernt?” Vor wenigen Wochen habe ich mich plötzlich in einer altbekannten Situation wiedergefunden. Ich saß an meinem Schreibtisch und habe überlegt mit welchen Gegenständen ich mir selbst Schmerzen zufügen könnte.

Seit so vielen Jahren beschäftige ich mich schon mit mir selbst, seit so vielen Monaten habe ich mich nicht verletzt, seit so vielen Jahren mache ich mit The Ocean In Your Mind auf psychische Gesundheit aufmerksam. Und trotzdem war ich plötzlich wieder an diesem Punkt. Mein Kopf war voller Unruhe, pures Chaos. Mein Bedürfnis nach innerer Ruhe schien unerreichbar. Das Meer in meinem Kopf war nicht still, sondern es war Sturm – und ich war mittendrin.

Sehnsucht nach innerer Ruhe

Ich denke du kennst diesen Wunsch nach innerer Ruhe? Eigentlich funktionieren wir nur, wenn wir eine gewisse innere Ruhe haben. Wir sehnen uns danach, Kontrolle über unsere Gedanken und unser Leben zu haben. Wir wollen nicht mitten in Wellen sein, wir wollen keine Angst davor haben, von unseren Gedanken oder den Umständen ertränkt zu werden.

Wir brauchen diese Ruhe und wir brauchen Wege, diese innere Ruhe zu finden, wenn es stürmisch wird. Ich bekomme sonst einen Wunsch mich selbst zu verletzen, um etwas außerhalb dieses Sturms wahrnehmen zu können. An diesen Punkt will ich nicht kommen, also habe ich uns hier aufgeschrieben, wie wir innere Ruhe finden und bewahren können.

Innere Unruhe erkennen

Mein erstes Problem, innere Ruhe zu behalten ist, dass ich gar nicht drauf achte. Ich merke erst sehr spät, wenn es mir schlecht geht. Also muss ein Tool her, um innere Ruhe zu messen und Unruhe wahrzunehmen. Ganz klassisch eignet sich dafür Selbstreflektion. Das ist keine magische Formel und auch für dich sicher nichts Neues. Eventuell geht es dir aber wie mir und Selbstreflektion hat einfach den Platz in deinem Alltag verloren.

Finde deinen Rhythmus und frag dich einmal, zweimal, zehnmal pro Woche einfach: “Wie geht es mir grade?”, “Was bewegt mich?”, “Bin ich entspannt?”, “Habe ich heute schon etwas für mich gemacht?”. Vielleicht hilft dir dafür eine Notiz auf deinem Handy, ein fester Termin oder ein extra Buch. Ich habe mir einen Reminder in den Kalender geschrieben und nutze meine eigene Frageliste, oder manchmal auch den Planer von unseren Freunden bei Ein Guter Plan.

Innere Unruhe bekämpfen

Für mich ist das der schwierigste Teil, denn innere Ruhe finden heißt für mich Arbeit. Ich muss kämpfen, ich muss mich für mich einsetzen und nicht einfach alles so laufen lassen. Ich muss bewusst Termine absagen, für meine Freizeit und meine Reflektionszeiten einstehen. Das ist nicht unbedingt leicht, aber es ist so wertvoll, Zeit für mich zu haben und Kraft zu tanken.

Du darfst Zeit für dich nehmen, du brauchst Zeit für dich! Ich muss das auch immer wieder lernen. Für mich einzustehen ist leider noch keine Gewohnheit. Deswegen habe ich hier einen Text den wir senden dürfen, wenn es zu viel wird: “Hallo x, ich kann leider nicht x. Es ist bei mir grade zu viel los und ich muss mich erstmal sortieren.” Dieser Text ist für mich Gold wert und ich muss mich immer wieder erinnern, dass ich ihn senden darf, wenn nötig.

Innere Ruhe planen

Ich musste mich vor einigen Wochen krank melden, weil mit der Unruhe auch noch saumiese Rückenschmerzen kamen. Mein großer Tipp ist, sich Zeiten für Reflektion und Ruhe direkt schon im Kalender freizuhalten. Je besser ich mir diese Zeiten der Ruhe plane, desto seltener werde ich gezwungen sein, sie mir zu nehmen.

Wie du deine Ruhezeiten füllst, musst du natürlich selbst rausfinden. Ich kann Reflektion, Meditation, Saunabesuche oder Sport empfehlen. Ich höre gerne Musik, schreibe meine Gedanken auf oder bete. Das sind die Dinge die mir am meisten helfen. Wenn du Inspiration brauchst kannst du auf unserem Blog oder auch auf Google nach Achtsamkeit suchen und findest viel dazu wie du auf dich achten kannst.

Innere Ruhe macht uns stark

Ich wurde eine Woche krank geschrieben und habe diese gezwungene Zeit dann genutzt um all meine Gedanken aufzuschreiben und zu sortieren. Ich habe Zeit für mich genommen und das war gut. Das Schöne ist, ich bin jetzt wieder stärker. Ich bin neu erinnert, auf mich aufzupassen.

Auch du wirst stärker, je besser du auf deine innere Ruhe achtest. Du lernst dich besser im Blick zu haben, Stressmuster zu erkennen und früher zu reagieren. Ich wünsche dir das Allerbeste, du bist nicht alleine!



Wenn du gerade selbst mit Angst, Depressionen oder anderen psychischen Herausforderungen kämpfst, haben wir hier einen Brief an dich geschrieben. DU kannst auch andere ermutigen, erzähle Deine Geschichte! Wir freuen uns auch riesig über deine Nachricht oder deinen Kommentar! Wenn dir der Blog gefallen hat, kannst du ihn natürlich gerne liken, teilen und uns auf Facebook und Instagram folgen @theoceaninyourmind.

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