Wie beeinflusst Medienkonsum die mentale Gesundheit?

Medienkonsum Social Media

Eine weltweite Pandemie, die Klimakatastrophe, ein Angriffskrieg in Europa- Themen die uns mitnehmen, beschäftigen und auch die Art und Weise wie wir Medien konsumieren verändert haben. Themen, die uns in der ersten Reaktion vielleicht in eine Schockstarre versetzen, die uns erstmal den Boden unter den Füßen wegziehen.

Vielleicht ist deine Reaktion darauf, dich einzuigeln und dich abzuschotten, vielleicht aber auch, jede noch so kleine Information im Internet zu finden und aufzusaugen, um besser zu verstehen was gerade geschieht und um die Dinge einordnen zu können. Beides kann sich auf deine mentale Gesundheit auswirken. Gerade in diesen Zeiten ist ein achtsamer Umgang mit Medien unverzichtbar. Doch wie kann ich Medien überhaupt konsumieren und gleichzeitig auf mich und meine Gesundheit achten?

 

  1. Achte darauf von welchen Quellen du Informationen beziehst

Es ist gut und wichtig sich zu informieren. Es ist gut, zu wissen, was in der Welt passiert und sich eine Meinung zu bilden. Trotzdem gibt es eine krasse Flut von vermeintlichen Informationen im Internet. Informiere dich, aber schau dir die Quellen gut an. Kanäle von den öffentlich-rechtlichen Medien bieten gut aufbereitete, sachliche und umfassende Informationen, ohne zu überfordern aber auch ohne zu beschönigen oder aber unendlich viele Bilder von Leid und Krieg zu zeigen. 

  1. Nimm dir feste Zeiten für Medienkonsum

Das Internet bietet das Potential zu so gut wie jedem Thema in ein schwarzes Loch zu stürzen. Man klickt sich von Information zu Information, von Profil und Kommentar zu Bildern und Videos. Man kann den Krieg sogar im Liveticker verfolgen. Dieser Mediensog kann einen ausgelaugt und überfordert zurücklassen.

Deshalb die Empfehlung: konsumiere Medien nur zu bestimmten Zeiten. Nimm dir morgens oder abends vielleicht eine feste Zeit, in der du dich informierst. Stell dir einen Handytimer oder nutze eine App-Begrenzung, um nicht reingesogen zu werden. Durch diese zeitliche Begrenzung ist es leichter sich auch generell abzugrenzen. 

  1. Wähle dein Medium

Podcasts, Zeitungen, Instagram, Fernsehen- die Medien über die wir Informationen und Content konsumieren sind vielfältig und die Grenzen zwischen Informationen und Unterhaltung verschwimmen. Überlege dir, welches Medium dir die Informationen so aufbereitet liefert, dass es für dich am besten ist.

Vielleicht hilft es dir, nur einen Podcast zu hören ohne Bilder zu sehen? Oder genügen dir die Informationen vom Instagramkanal der Tagesschau? Dann fokussiere dich darauf und versuche nicht, dir über jedes dir zur Verfügung stehende Medium Informationen einzuholen

  1. Überforderung ist okay

Es ist vollkommen normal und in Ordnung, sich überfordert zu fühlen und erstmal nicht weiter zu wissen. Horrormeldungen, die sich häufen, eigene Herausforderungen und der ganz normale Alltag können vor allem im Mix dafür sorgen, dass man sich gelähmt fühlt und nicht weiterweiß. Sprich mit Menschen, die dir gut tun oder nimm sogar professionelle Hilfe in Anspruch wenn du Hilfe brauchst.

Es ist wichtig, sich mitzuteilen und darüber zu sprechen. So kann dein Umfeld dich unterstützen oder einfach nur zuhören. Du bist nicht allein. Wenn du nicht weißt, mit wem du sprechen sollst, ruf bei der Telefon-Seelsorge (0800- 111 0 111) an und sprich dort mit jemandem.

  1. Geh achtsam mit dir und deiner Zeit um

Achtsamer Medienkonsum bedeutet, Medien so zu konsumieren, dass es dir dabei auch gut geht. Neben dem Medienkonsum ist es natürlich generell wichtig, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und auf den eigenen Körper zu hören. Was tut dir und deiner Seele gut? Wie kannst du abschalten? Was lädt deine Akkus wieder auf? Sei gut zu dir und achte auf dich. 

  1. Handeln

Auch wenn man sich manchmal gelähmt und ohnmächtig fühlt, von der Vielzahl an Medien und den Nachrichten, kann man oft schon etwas tun. Überlege dir, wie du Situationen für dich auflösen kannst. Besonders aktuell gibt es zum Beispiel Friedensdemos oder Spendenaktionen, an denen man sich beteiligen kann.

Mitzuhelfen und irgendwo anzupacken, hilft dabei, das Ohnmachtsgefühl aufzulösen und zu spüren, dass man, auch wenn es vermeintlich wenig ist, immer auch etwas machen kann. Je nachdem was du für Ressourcen hast, kannst du dich bei dir vor Ort engagieren und so anderen Menschen helfen. 




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