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Was du tun kannst gegen Überforderung

Sonntag Abend, morgen geht es in den Urlaub und ich habe noch eine Million Sachen zu erledigen. Meine ToDo-Liste wird einfach nicht kürzer. Jede Sekunde, in der ich meinem Gehirn erlaube sich den Aufgaben zu widmen, fallen mir unendlich viele weitere ein. Zu all dem, was ich eigentlich schon probiere zu organisieren und irgendwie im Griff zu haben, kommen dann noch die ungeplanten Sachen. Ich probiere zu planen, mit 95% Auslastung. Aber dann kommt plötzlich das Leben.

 

Alles zu viel

Bei mir gibt es immer wieder diese Überforderungsmomente, meistens auch immer dann, wenn ich es am wenigsten gebrauchen kann. Plötzlich ist einfach alles zu viel, selbst die kleinen eingeplanten ToDos erscheinen wie unüberwindbare Berge. Alles, was außerplanmäßig passiert, scheint mir die letzte Luft zum Atmen zu rauben. Mein Kopf blockiert und ich möchte eigentlich nur ins Bett und warten bis all das Chaos vorbei ist. Ich denke, du kennst das vermutlich auch.

Auch wenn ich jetzt darüber blogge, kann ich nicht behaupten, ich hätte dieses Gefühl von Überforderung im Griff. Eher das Gegenteil: ich verfalle viel mehr in die Überforderung und ergebe mich hilflos meinen Blockaden. Ich lasse immer wieder viel emotionalen Druck entstehen, den ich später schwierig handlen kann. Also alles nicht perfekt. Und mit diesem Wissen, dass ich es auch überhaupt nicht perfekt kann, will dir zwei Gedanken mitgeben, die ich mir aber immer wieder helfen.

 

Dein Wert ist stabil

Eine Stärke und Schwäche von mir ist Perfektion. Ich strebe meistens danach, mein Bestes zu geben und will, dass alles woran ich beteiligt bin so gut wie möglich ist. Das Schlimme daran ist, dass ich dazu tendiere, die Ergebnisse von dem was ich tue über meine eigene Gesundheit zu stellen. Meine physische und psychische Gesundheit.

Ich lasse immer wieder Gedanken zu, die mir sagen, dass wenn die Aufgabe nicht perfekt ist, ich nicht gut genug bin. Immer wieder bemerke ich, dass ich meinen eigenen Wert von meinem Handeln abhängig mache. Hier kommt der Trick: Du bist gut genug. So wie du bist. Du bist Mensch, du bist wunderbar geschaffen und fertig. Alles was du tust, kann cool sein; du kannst gute Leistungen bringen, tolle Ergebnisse, alles schön. Aber du bist gut und liebenswert, auch wenn nicht alles, was du machst oder bist, deinen Maßstäben entspricht.

 

Mach mal Pause

Da habe ich es mir natürlich einfach gemacht mit diesem Gedanken zur Überforderung. Mach mal eine Pause – ist klar. Leider fällt mir das gar nicht mal so einfach. Wenn mir jemand anderes erzählen würde, er sei überfordert, wäre vermutlich meine erste Antwort „Mach doch mal eine Pause!“ Aber für mich selbst?

Pausen machen sich nicht von alleine. Es ist für mich super wichtig, mich immer wieder daran zu erinnern, dass ich Pausen brauche. Ich muss Pausen einplanen und für wichtig nehmen. Von alleine passiert da nichts. Du kennst dich selbst am Besten: Plane dir 5 Minuten ein. Denk dir etwas aus, das dir helfen kann. Für mich ist es gut einmal kurz aufzuschreiben was mich beschäftigt und mich daran zu erinnern, dass ich das schaffen kann. Und natürlich, dass ich immer noch gut bin, auch wenn ich etwas nicht schaffe. Außerdem bin ich ein totaler Fan von Atemübungen. Einfach mal ein paar Minuten ruhig da sitzen und auf den eigenen Atem achten. Aber probier selbst aus wie für dich eine Pause aussieht.

 

Ein bisschen mehr Selbstliebe

Ich wünsche dir von Herzen eine neue Leichtigkeit und Entspannung. Stress ist kacke, Überforderung ist nervig, aber du stehst da drüber. Mit ein wenig Humor und ein bisschen mehr Selbstliebe lässt sich eigentlich alles schaffen. Egal wie stressig es grade ist, vergiss nicht: Du bist genug, du bist toll und du bist liebenswürdig.

 

 

 


Wenn du gerade selbst mit Angst, Depressionen oder anderen psychischen Herausforderungen kämpfst, haben wir hier für dich die ersten Hilfemöglichkeiten aufgeschrieben und auch einen Brief an dich geschrieben. DU kannst auch andere ermutigen, erzähle Deine Geschichte! Wir freuen uns auch riesig über deine Nachricht oder deinen Kommentar! Wenn dir der Blog gefallen hat, kannst du ihn natürlich gerne liken, teilen und uns auf Facebook und Instagram folgen @theoceaninyourmind.

 

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