Deine Geschichte

Sandras Geschichte

Ich habe lange nicht verstanden was mit mir los ist. Ich komme aus einer sehr kaputten Familie. Schon immer musste ich funktionieren. Doch etwas hat sich verändert nachdem ich vor 2,5 Jahren meine Ausbildung anfing.

Ich habe langsam, Schritt für Schritt, lernen müssen, dass ich anders bin und dass das nicht nur daran liegt wie ich aussehe. Seit ich 12 bin habe ich mit Übergewicht zu kämpfen. Mit 16 beschloss ich abzunehmen, in der Hoffnung, dass es mir damit besser ginge. Ich lag falsch. Ich bin stattdessen immer tiefer in die Spirale aus Selbsthass und Angst gefallen.

Ich wollte aufgeben

Mitte April war ich am Tiefpunkt angelangt. Ich war mit den Kräften am Ende und sah keinen Sinn mehr. Also kam ich in eine Klinik. 6 Wochen war ich dort und wurde dann auf eigenen Wunsch entlassen, nach dem ich auf die richtigen Medikamente eingestellt wurde.

Ich habe weiter gekämpft. Nach den Prüfungen kam der nächste Schlag. Mein Opa starb und ich habe endgültig verstehen müssen, dass es in meiner Familie keinen Platz für mich gibt. Ich fing immer mehr an an mir zu zweifeln und fiel zurück. Zur selben Zeit verlor ich weitere Menschen, die für mich wie Familie waren. Ich stand alleine da und hatte keine Ahnung wie es weiter gehen soll. Aber ich habe es geschafft. Irgendwie.

Ich bin immer noch auf der Suche nach mir selbst

Ich bin selbst erstaunt, dass ich dieses Jahr beenden überstehen und ein Jahr älter werden konnte. In der Klinik hat sich vieles verändert. Vor allem im Bezug auf meine Selbstwahrnehmung.

Ich kann nicht sagen dass ich mich besonders mag, aber ich habe das erste Mal gesehen, dass ich nicht mehr das Mädchen bin, das ich einmal war. Ich habe einen Weg zu mir selbst gefunden, auch wenn ich noch nicht angekommen bin. Ich habe durch all den Dingen die passiert sind vergessen wer ich bin. Deshalb bin ich nun auf der Suche nach mir.

Du musst nicht jeden Kampf gewinnen

Meine Uroma sagte mir einmal „Du musst nicht jeden Kampf gewinnen, um als Sieger vom Platz zu gehen! “ und sie hatte recht. Egal wie schwer es ist und wie aussichtslos es sich anfühlt.

Leg die Waffen nieder und heile dich selbst. Du musst nicht bis aufs Blut kämpfen, denn manchmal sind wir unsere eigenen schlimmsten Gegner.


Wenn du gerade mit Angst, Depressionen oder anderen psychischen Herausforderungen kämpfst, haben wir hier für dich die ersten Hilfemöglichkeiten aufgeschrieben und auch einen Brief an dich geschrieben. DU kannst auch andere ermutigen, erzähle Deine Geschichte! Wir freuen uns auch riesig über deine Nachricht oder deinen Kommentar! Wenn dir der Blog gefallen hat, kannst du ihn natürlich gerne liken, teilen und uns auf Facebook und Instagram folgen @theoceaninyourmind.

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